Die Uncovertebral-Arthropathie bezeichnet degenerative Veränderungen der Uncovertebralgelenke (auch Luschka-Gelenke genannt). Dabei handelt es sich um kleine sekundäre Gelenke, die sich an den posterolateralen Bereichen der Wirbelkörper der Halswirbelsäule zwischen dem dritten und siebten Halswirbel befinden und ausschließlich in der Halswirbelsäule vorkommen.
Diese Gelenke entwickeln sich schrittweise während der Kindheit und Jugend und tragen zur Stabilisierung der Halswirbelsäule bei, indem sie übermäßige seitliche Bewegungen begrenzen und die angrenzenden Nervenwurzeln schützen. Mit zunehmendem Alter oder aufgrund einer chronischen mechanischen Belastung können diese Gelenke degenerative Veränderungen entwickeln, einschließlich der Bildung von Osteophyten, die in das Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) hineinragen und den Durchtrittsraum der zervikalen Nervenwurzeln einengen können.
Diese Veränderungen stellen eine häufige Ursache einer zervikalen Radikulopathie dar und können Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Kraftminderung verursachen, die in die Schulter und den oberen Extremitätenbereich ausstrahlen. Die Beschwerden treten häufig verstärkt bei einer Streckung oder Seitneigung der Halswirbelsäule zur betroffenen Seite auf.
Die Diagnose erfolgt durch bildgebende Verfahren. Röntgenaufnahmen können die Ausbildung von Osteophyten darstellen, während die Magnetresonanztomographie (MRT) eine detaillierte Beurteilung der Beziehung zwischen den knöchernen Veränderungen und den Nervenstrukturen ermöglicht.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ und umfasst Physiotherapie sowie medikamentöse Schmerz- und Entzündungsbehandlung. Ein chirurgischer Eingriff wird nur bei anhaltenden Beschwerden oder ausgeprägten neurologischen Ausfällen in Betracht gezogen.