Chronizität wird angezeigt, wenn die Schmerzen über Wochen und Monate anhalten. Da die Patienten keine Ruhe finden, insbesondere nachts, treten bald psychologische Symptome auf. Der Schmerz verändert seinen Charakter und wird konstant. Anfangs zeigt sich lokalisierter Schmerz am Hinterkopf und zwischen den Schulterblättern, der sich zu diffusen Schmerzen über die gesamte Schulter- und Nackenregion ausweitet.
Die kontinuierliche Spannung des Trapezmuskels, des Schulterblatthebemuskels (Levator scapulae) und der Rauten führt zu enthesopathischen Tendinopathien am Hinterhauptbein, am oberen Winkel des Schulterblatts und im Akromioklavikulargelenk. Da die Schulter sekundär durch die Muskeln des proximalen Armes beteiligt ist, entwickelt sich dort ebenfalls Schmerz als Teil des chronischen Prozesses, der möglicherweise selbstaufrechterhaltend werden kann.