Die thermische Radiofrequenzablation (RFA) der medialen Äste der Spinalnerven ist ein minimalinvasives therapeutisches Verfahren zur Behandlung chronischer Schmerzen, die von den Facettengelenken der Wirbelsäule ausgehen. Die Methode wird am häufigsten an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule angewendet und zielt auf eine langfristige Schmerzlinderung ab.
Während des Eingriffs werden spezielle Nadeln präzise neben den medialen Ästen der Spinalnerven positioniert, welche die Schmerzsignale aus den Facettengelenken weiterleiten. Anschließend wird kontrollierte thermische Energie, die durch Radiofrequenz erzeugt wird, eingesetzt, um die Weiterleitung der Schmerzimpulse gezielt zu unterbrechen, ohne die Stabilität oder normale Funktion der Wirbelsäule zu beeinträchtigen.
Die Methode ist insbesondere für Patienten mit chronischen Nacken- oder Rückenschmerzen, degenerativer Spondylarthrose, Facettengelenksyndrom sowie diagnostisch bestätigten Schmerzen der medialen Nervenäste geeignet. Die Schmerzlinderung kann je nach individueller Situation mehrere Monate bis über ein Jahr anhalten.
Wird die thermische Radiofrequenzablation von einem erfahrenen Facharzt unter fluoroskopischer Kontrolle durchgeführt, gilt sie als sicheres und wirksames Behandlungsverfahren. Sie kann zu einer deutlichen Schmerzreduktion, einer Verbesserung der Beweglichkeit und der Alltagsfunktion sowie zu einer Verringerung des Bedarfs an Schmerzmedikamenten oder operativen Eingriffen beitragen.