Die Synovialmembran ist eine dünne Gewebeschicht, die die Innenseite der Gelenkkapsel auskleidet und alle inneren Gelenkflächen mit Ausnahme des Gelenkknorpels bedeckt. Sie stellt eine wesentliche Struktur für die normale Funktion eines Gelenks dar. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Produktion der Synovialflüssigkeit (Gelenkflüssigkeit), die zur Schmierung der Gelenkflächen und zur Ernährung des Gelenkknorpels beiträgt. Darüber hinaus reguliert sie den Austausch von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten zwischen der Gelenkhöhle und dem Blutkreislauf.
Die Synovialmembran verfügt über ein dichtes Gefäß- und Nervennetzwerk, wodurch sie besonders empfindlich gegenüber entzündlichen Prozessen ist. Ihre spezielle Struktur ermöglicht zudem eine Anpassung des Gelenkvolumens während verschiedener Bewegungsabläufe.
Bei Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, Arthrose oder nach Gelenkverletzungen kann es zu einer Entzündung der Synovialmembran (Synovitis), einer Verdickung oder einer Vermehrung des Gewebes kommen. Diese Veränderungen führen häufig zu einer gesteigerten Produktion von Gelenkflüssigkeit, Gelenkschwellung, Schmerzen und einer eingeschränkten Gelenkfunktion.
Die Beurteilung der Synovialmembran mittels bildgebender Verfahren oder in bestimmten Fällen durch eine Biopsie ist von großer Bedeutung für die Diagnose und Verlaufskontrolle entzündlicher oder autoimmunbedingter Gelenkerkrankungen.