Die Ellenbogendysfunktion bezeichnet eine Störung der normalen Funktion des Ellenbogengelenks, die sich durch eine eingeschränkte Beweglichkeit, verminderte Muskelkraft, Instabilität oder Schmerzen bei alltäglichen oder sportlichen Aktivitäten äußern kann.
Sie kann verschiedene Ursachen haben, darunter Verletzungen wie Knochenbrüche, Luxationen oder Bandverletzungen, Überlastungssyndrome wie Epikondylitis oder Epitrochleitis, degenerative Veränderungen des Gelenks sowie neurologische Erkrankungen, die die Nervenversorgung der Ellenbogenmuskulatur beeinträchtigen, beispielsweise eine Einklemmung des Ulnarisnervs.
Diese Funktionsstörung kann die Feinmotorik der oberen Extremität erheblich beeinträchtigen, da der Ellenbogen eine wichtige Verbindung zwischen Oberarm und Unterarm darstellt und eine präzise Positionierung der Hand im Raum ermöglicht.
Die klinische Untersuchung umfasst die Beurteilung des Bewegungsumfangs bei Beugung, Streckung, Pronation und Supination, die Prüfung der Muskelkraft sowie spezielle klinische Tests zur Erkennung bestimmter Erkrankungen. Bildgebende Verfahren unterstützen die Bestätigung der zugrunde liegenden Ursache.
Die Behandlung wird individuell nach der jeweiligen Ursache angepasst und kann eine Physiotherapie mit gezielten Mobilisations- und Kräftigungsübungen, medikamentöse Therapie zur Schmerz- und Entzündungskontrolle sowie bei schwereren Fällen operative Maßnahmen zur Wiederherstellung der normalen Gelenkfunktion umfassen.